Kartoffeln im Eimer pflanzen: eine Idee für Balkon oder Garten

Kartoffeln können auch in Kübeln gepflanzt werden. In einem einzigen Eimer lassen sich Kartoffeln für mehrere Mahlzeiten ernten.

Bild: Joshua Rubin/flickr.com



Das Angebot an Kartoffeln wird in den Supermärkten immer eintöniger. Alte, schmackhafte Sorten verschwinden oder können nur zu hohen Preisen in Feinkostläden oder Bioläden gekauft werden. Für den Kartoffelanbau brauchen Sie keine große Fläche im Garten. Eine neue Idee ist die Kultivierung von Kartoffeln im Eimer. In einem einzigen 10 l Kübel lassen sich Kartoffeln für mehrere Mahlzeiten pflanzen. Diese Idee ist ideal für den Gemüseanbau auf dem Balkon oder auf einer kleinen Terrasse.

 

Diese Gefäße sind für den Kartoffelanbau geeignet


Kartoffeln können in einem Plastikeimer, einem Kübel oder auch einem größeren Blumenkasten angebaut werden. Wichtig ist, dass das Gefäß mindestens 10 l fasst. Am einfachsten funktioniert der Anbau in großen Plastikeimern.
Damit das Wasser abfließen kann, werden zunächst Löcher in den Boden des Gefäßes gebohrt.
Der Standort sollte regengeschützt sein, stellen Sie den Eimer mit den Kartoffeln aber nicht in die pralle Sonne, da sich der Eimer sonst zu stark erwärmt.


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Kartoffel im Kübel Pflanzen: so geht's

Gesetzt werden die Saatkartoffeln frühestens ab März bis spätestens Ende Mai. Die Kartoffeln sollten dann etwa nach 3-3,5 Monaten geerntet werden können.

Besorgen Sie sich im Fachhandel Saatkartoffeln. Wählen Sie eine besondere Sorte aus wie zum Beispiel Linda, Bamberger Hörnchen oder eine andere schmackhafte Kartoffel, die man nicht überall kaufen kann. Interessant sind auch Inka Kartoffeln, die noch sehr ursprünglich und kaum verändert sind.

Anstelle von Saatkartoffeln können Sie auch versuchen, Bio Kartoffeln (vor allem ältere Sorten) einzupflanzen. Der Unterschied ist, dass Saatkartoffeln nicht mit Mitteln behandelt sind, die eine Keimung verhindern. Wenn Sie gewöhnliche, moderne Supermarktkartoffeln einpflanzen, sind die Erträge nicht garantiert, da diese Kartoffelsorten manchmal so gezüchtet oder behandelt wurden, dass sie nicht gut vermehrt werden können. Bei alten, nicht so hochgezüchteten Kartoffelsorten besteht dieses Problem jedoch in der Regel nicht. Suchen Sie dann kleine Kartoffeln aus und waschen Sie sie vor dem Pflanzen unter kaltem Wasser.

  1. Bedecken Sie den Gefäßboden etwa 20 cm hoch mit Erde. Sie können gewöhnliche Blumenerde problemlos für den Kartoffelanbau verwenden, achten Sie aber darauf, dass sie für den Gemüseanbau geeignet ist und keine Dünger oder Pestizide enthält.
  2. In jeden Eimer setzen Sie nun 3-5 Kartoffelknollen, je nach Größe. Beachten Sie die Größe der reifen Kartoffeln, große Sorten brauchen mehr Platz.
  3. Die Kartoffeln werden etwa 1-2 cm tief in die Erde gesetzt, sie sollten aber nicht mit Erde bedeckt werden, da sie Licht zum Keimen brauchen.
  4. Stellen Sie die Eimer nun an einen hellen, kühlen Ort zum Keimen. Schützen Sie die Keimlinge vor Frost, indem Sie die Kübel nachts mit Matten oder Vlies abdecken.
  5. Etwa drei Wochen später haben sich die Keime ausgebildet. Wenn die Triebe etwa 10 cm aus der Erde heraus stehen, bedeckt man die Kartoffeln mit Erde. Wenn die Triebe nachwachsen, bedeckt man sie wieder mit Erde so lange, bis der Eimer bis unter den Rand mit Erde gefüllt ist.
  6. Gießen Sie die Kartoffeln regelmäßig, vor allem bei warmem Wetter. Vermeiden Sie Staunässe, da die Kartoffeln sonst schimmeln.
  7. Etwa 3 Monate später können Sie die ersten Kartoffeln ausgraben, sie haben sich vermehrt. Sind sie noch zu klein, lässt man sie noch weitere 1-2 Wochen wachsen. 
  8. Die Ernte aus einem Eimer sollte für mehrere Mahlzeiten reichen.

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